Milchviehställe der Zukunft

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Webcode: 01040169

Das LBZ Echem ist Teil des Netzwerkes IGG (Innovationen für gesunde und glückliche Tiere) dessen Förderantrag zum Bau des „Stalls der Zukunft“ von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Ende 2021 bewilligt wurde. Unser Schwerpunkt in dem Projekt ist es, die auditive Wahrnehmung von Kühen genauer zu ergründen.


Durch die Förderung kann es nun losgehen mit dem Bau des Stalls der Zukunft, der zur Beantwortung innovativer Forschungsfragen im Bereich Tierwohl, sowie zur Entwicklung von „Milchviehställen der Zukunft“ in der Praxis beitragen soll. Das Netzwerk IGG besteht aus sieben Partnerinstituten (Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN), LBZ Echem, TiHo Hannover, Hochschule Neubrandenburg, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen, Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft Grub und Friedrich Löffler Institut Riems), wobei das FBN die Koordination übernimmt.
 
Logo Milchviehställe der Zukunft - © Projektkonsortium IGG
Logo Milchviehställe der Zukunft - © Projektkonsortium IGG
 
Der „Stall der Zukunft“ wird mit Blick auf die Bedürfnisse des Tieres an seine Haltungsumwelt, sein Verhalten und seine Sinneswahrnehmungen entworfen. Dabei wird die innovative Stallanlage sowohl als Experimentierstall als auch als Modellbetrieb für Milchviehhaltung genutzt – das heißt, dass die Ergebnisse der Forschung auch direkt in der Praxis erprobt werden können.
Bis zur Fertigstellung des „Stalls der Zukunft“ wird es voraussichtlich noch drei Jahre dauern; aktuell beginnt die Planungsphase des Baus, der die wichtigsten Erkenntnisse aus der Forschung bereits berücksichtigt: So werden die Lichtverhältnisse im Stall optimal an das Adaptionsvermögen der Rinder angepasst, ein Klimakonzept entwickelt, um Hitzestress zu vermeiden, die Fütterung wird automatisiert und darüber hinaus so gestaltet, dass die Tiere ungestört und unabhängig von ihrem Rang innerhalb der Herde fressen können. All diese Maßnahmen sollen zur Stressreduktion beitragen. Die Rinder im „Stall der Zukunft“ werden außerdem ganzjährig frei wählen dürfen, ob sie sich im Stall oder draußen aufhalten möchten. Milchkühe und Kälber werden in allen Alters- und Laktationsstadien in Familienherden miteinander leben, sodass die Kälber muttergebunden aufgezogen werden.
 
Das LBZ Echem ist zur Erforschung der auditiven Wahrnehmung von Kühen in dem Konsortium beteiligt. Ziel ist es zu erfahren, welche für Menschen nicht hörbaren Geräusche bei Kühen Stress auslösen, um diese Stressoren reduzieren zu können. Diese Fragestellung knüpft an an unsere Erkenntnisse aus der Arbeit mit der Echemer Kuhbrille an und wird eine hervorragende Ergänzung sein, um die Sinne der Kuh besser zu verstehen.
 

Förderlogo BMEL - © BMEL
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Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Förderkennzeichen: 28N303903

Stand: 31.01.2022


Kontakt:
Benito Weise
Koordinator Überbetriebliche Ausbildung
Telefon: 04139 698-142
Telefax: 04139 698-100
E-Mail: