Rückblick: Dreiländertreffen Klauenpflege

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Über 100 Klauenpfleger*innen, Milchviehhalter*innen, Tierärzt*innen und Dienstleister*innen im Schwerpunkt Klaue der drei Länder Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie sogar darüber hinaus folgten der Einladung des Vereins für Klauenpflege und Klauenhygiene e.V. (VKKD) und des Kompetenzzentrum Klaue des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) Echem. Als junges Team des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) Echem blicken wir auf eine gelungene Veranstaltung zurück und freuen uns, dass sowohl der Austausch als auch der Wissenszuwachs auf so vielen Ebenen möglich war.


Seit Jahren bemühen sich im deutschsprachigen Raum verschiedenste ehrenamtliche Vereinigungen von Klauenpfleger*innen die Klauenpflege in das Bewusstsein von Gesellschaft und Politik zu rücken und diese als anerkannten Ausbildungsberuf zu etablieren. In Österreich ist die Arbeitsgemeinschaft österreichischer Klauenpfleger aktiv, in der Schweiz haben sich aktive Klauenpfleger*innen zur Schweizer Klauenpflegervereinigung zusammengeschlossen, im Süden Deutschlands ist der Verein geprüfter Klauenpfleger e.V. tätig, im Norden der Verein für Klauenpflege und Klauenhygiene e.V. und im Osten die Genossenschaft Klauenpfleger e.G Lohmen. Alle zwei Jahre richten die Vereinigungen im Wechsel ein Dreiländertreffen aus. Bedingt durch die Corona-Pandemie fand das letzte Treffen 2018 in Österreich statt. Umso größer war die Freude am Himmelfahrtswochenende am 27. und 28. Mai nach Echem an das landwirtschaftliche Bildungszentrum (LBZ) wieder zu diesem wichtigen Netzwerktreffen zusammen kommen zu können. Der Einladung durch den Verein für Klauenpflege und Klauenhygiene e.V. (VKKD) und das Kompetenzzentrum Klaue des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) Echem folgten über 100 Klauenpfleger*innen, Milchviehhalter*innen, Tierärzt*innen und Dienstleister*innen im Schwerpunkt Klaue der drei Länder und sogar darüber hinaus.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gerhard Schwetje (Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Martina Weber (Geschäftsführerin des Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem)  und Johann Steinberg (1. Vorsitzender des Vereins für Klauenpflege und Klauenhygiene e.V. (VKKD)). In spannenden Vorträgen konnten die Teilnehmenden von Experten und Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis im Bereich Klaue lernen und dieses Wissen in sechs praxisnahen Workshops vertiefen. Dabei stand vor allem das Tagungsthema Entlastung im Fokus: Prof. Dr. med. vet. Christoph Mülling und Robert Pesenhofer teilten Ihre Erkenntnisse, Forschungen und Erfahrungen rund um die Themen Druckbelastungen und Entlastungsschnitt. Indes erläuterten Prof. Dr. med. vet. Alexander Starke und Heino Westermann ihre Gedanken zur Modifikation des 5-Punkte-Schemas nach Toussaint Raven und zeigten diese praktisch am Tier. In einem Speeddating zum Thema Klötze konnten verschiedene Unternehmen und ihre Produktlinien kennengelernt werden, um den Durchblick im Dschungel verschiedener Klauenklötze und Kleber zu behalten.
Doch nicht nur die Tiergesundheit wurde in den Blick genommen, sondern auch die der Klauenpfleger*innen: Im Workshop der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) drehte sich alles um gesundheitsschonendes Arbeiten in der Klauenpflege.
Darüber hinaus brachten Dr. med. vet. Andrea Fiedler und Andreas Pelzer den Teilnehmenden die Zusammenhänge zwischen Hitzestress, Stoffwechsel und Klauengesundheit näher. Und Michael Gertenbach bereicherte das Dreiländertreffen um seine Beiträge zur Klauenpflege bei Schaf und Ziege.

Auch das Kernthema des Dreiländertreffens an sich - die Ausbildung - wurde nicht außer Acht gelassen: Die verschiedenen Ausbildungsmodelle der Klauenpflege in Österreich und der Schweiz wurden durch Prof. Dr. med. vet. Adrian Steiner und Robert Pesenhofer näher unter die Lupe genommen. Zudem präsentierte Prof. Dr. med. vet. Adrian Steiner das Schweizer Klauengesundheitsprojekt und Ao. Univ.-Prof. Dipl. ECBHM Dr. med. vet. Johann Kofler ein Benchmarking-Projekt der Klauengesundheit in Österreich und im RDV bei dem es darum geht, die Qualität der Klauengesundheit in Österreich bewerten zu können.

Die parallel stattfindende Messe bot die Möglichkeit über das Programm hinaus unterschiedliche Firmen und ihre Klauenpflegestände und Klauenpflegeprodukte (weiter) kennenlernen zu können.
Auch für den informellen Austausch fand sich immer wieder Zeit beispielsweise beim Abendprogramm am Freitag.
Für Begleitpersonen, die nicht am Programm des Dreiländertreffens teilnehmen wollten, fand ein paralleles, zweitägiges Exkursionsprogramm nach Hamburg und Lüneburg statt.

 


Stand: 02.06.2022


Kontakt:
Luise Köpke
Fachreferentin Kompetenzzentrum Klaue, Projektkoordination EIP CCS
Telefon: 04139 698-115
Telefax: 04139 698-100
E-Mail:
Marlene Lorenzen
Koordinatorin Weiterbildung
Telefon: 04139 698-113
Telefax: 04139 698-100
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