© Hans-Jürgen Wege
© Hans-Jürgen Wege, Fotografie

Fast 100 Jahre LBZ Echem

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Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem hat inzwischen eine fast hunderjährige Geschichte, in der es sich entsprechend der  Veränderungen in der Tierhaltung und der jeweils aktuellen Ansprüche an den Beruf des Landwirtes weiterentwickelt hat.


Am 01. Februar 1925 wurde die „Lehrwirtschaft Echem“ auf dem Hof von Gustav Kruse errichtet. Die dreißig Jahre zuvor gegründete „Lüneburger Herdbuchgesellschaft“ wollte sich damit eine zentrale Möglichkeit schaffen den Jungbauern der Region sowohl im praktischen als auch dem theoretischen Bereich das gesamte Spektrum von der Jungviehaufzucht über die Viehhaltung und Futtergewinnung bis hin zur sachgemäßen Milchgewinnung und dem korrekten Umgang mit Techniken und Maschinen zu vermitteln.

Bereits zehn Monate nach der Gründung war der Lehrbetrieb so weit ausgebaut, dass er den Titel „staatlich anerkannte Viehpflege und Melkerschule“ führen konnte.

In den folgenden Jahren wurden die Gebäude umfassend ausgebaut und es wurden neue Ländereien dazugekauft, bis 1934 die Herdbuchgesellschaft zwangsaufgelöst und mit dem gesamten Kapital in den NS-Reichnährstand aufgenommen wurde. Der Betrieb, umbenannt in „Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung“ (LVA), konnte jedoch fortgesetzt werden.

Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges wurde 1938 ein weiterer Hofplatz angekauft auf dem die Stallungen für Schweinezucht und -mast entstanden. Weitgehend unberührt vom Kriegsgeschehen, wurde der Betrieb zum Kriegsende treuhänderisch der Landwirtschaftskammer Hannover unterstellt und 1950 zur Bundesfachschule erklärt.

In den darauffolgenden 50 Jahren wurden die Gebäude und Aufgabenbereiche des Betriebs im Zuge der Modernisierung und der sich ändernden landwirtschaftlichen Anforderungen immer wieder erneuert und umgebaut. Neue Gebäude kamen dazu, wie das für die landwirtschaftliche Bauberatung, das Wirtschafts- und Internatshaus, das neue Verwaltungsgebäude mit Kantine und Internatsräumen oder die neuen und umgerüsteten Stallungen, alte Ländereien, wie zum Beispiel der Kruse-Hof, wurden teilweise veräußert und neue kamen hinzu.

1999 wird der Betrieb in „Lehr- und Versuchsanstalt für Tierhaltung (LVA Echem)“ umbenannt und als erste landwirtschaftliche Bildungseinrichtung der Bundesrepublik nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Gerade einmal dreizehn Jahre später am 01. Januar 2012 bekommt der Betrieb seinen heutigen Namen „Landwirtschaftliches Bildungszentrum (LBZ) Echem“. Dieses verfügt heute über den landwirtschaftlichen Betrieb mit Rinder-, Schweine, Schaf-, Ziegen, Damwild- und einer kleinen Hühnerhaltung als Grundlage für folgende Bildungsschwerpunkte:

•          überbetriebliche Ausbildung (ÜA) für Schweine- und Rinderhaltung des Ausbildungsberufes Landwirt

•          Fort- und Weiterbildung Landwirtschaft incl. Kompetenzzentrum Klaue

•          Schaufenster Landwirtschaft

Am 05. September 2015 endete eine fünf jährige Bau- und Planungsphase für das LBZ in Echem. Mit vielen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zum offiziellen Teil und einem großen bunten Hoffest im Anschluss, zu dem ca. 5.000 Besucher kamen, wurden feierlich die neuen Lehrwerkstätten Rind und Schwein eröffnet.

Der Schwerpunkt liegt heute in der Rinder- und der Schweinehaltung. Mit knapp 20.000 Teilnehmertagen jährlich vermittelt das LBZ Echem zum einen zukunftsorientiertes Fachwissen und liefert zum anderen immer neue Impulse für die Landwirtschaft.

Stand: 19.11.2019


Kontakt:
Martina Wojahn
Geschäftsführerin Landwirtschaftliches Bildungszentrum (LBZ) Echem
Telefon: 04139 698-111
Telefax: 04139 698-100
E-Mail:


Willkommen im LBZ Echem!

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